Die Lösung für Ihre Pferdeweide!
Hohe Anforderungen an die Pferdeweide
Im Gegensatz zu Wirtschaftswiesen muss die Pferdeweide zusätzlichen Anforderungen gerecht werden. Sie ist gleichermaßen Futtergrundlage, Lebensraum, aber auch Spielwiese für den natürlichen Bewegungsdrang der Pferde. Das Pferd als Flucht- und Lauftier legt am Tag bis zu 15 km auf der Weide zurück. Aus diesem Grund brauchen Pferdeweiden eine besonders dichte, tragfähige, scherfähige und elastische Grasnarbe, die der starken Trittbelastung standhült. Außerdem soll die Pferdeweide zusätzlich eine kontinuierlich wachsende Futterquelle darstellen und als Lieferant für den Wintervorrat an Heu und Silage dienen.
Unterstützung einer dichten Narbe durch Übersaat/Nachsaat
Bedingt durch die hohe Belastung von Pferdeweiden sind Über und Nachsaat als feste, regelmäßige Maßnahmen im Flächenmanagement einzuplanen.
Die Übersaat mit Pferdeweide - Koppelnachsaat dient der permanenten Verbesserung und der Verdichtung der Grasnarbe. Zur Erhaltung intakter Grünlandnarben und zum Schutz vor Narbenlücken vorbeugend 5 bis 10 kg/ha evtl. mehrmals jährlich nachsähen und anwalzen. Eine Alternative ist die Aussaat (Obenaufsaat) vor dem Weidegang der Pferde, die mit ihren Huftritten den Grassamen in den Boden einbringen.
Vorbeugung und Bekämpfung lästiger Weideunkräuter
Stumpfblättriger Ampfer, Distelarten und Brennnessel zeichnen sich durch hohe Samenproduktion verbunden mit langer Lebensfähigkeit des Samens im Boden aus. Falls sich lästige Weidenkräuter im Bestand etabliert haben, reicht eine ein- oder zweimalige Nachsaat nicht aus. Hier ist permanentes Abmähen und Abfahren nötig, um ihr Reservestoffdepot zu erschöpfen, ansonsten droht großflächige Ausbreitung und ein unumgänglicher Herbizideinsatz. Beim Herbizideinsatz, möglichst nur Einzelpflanzen bekämpfen. Auf jeden Fall amtliche Mittelempfehlung, Wartezeiten und ggf. Förderauflagen beachten.
Achtung: Herbizide können den Geschmack von Pflanzen verändern, so dass Giftpflanzen u. U. nicht mehr als solche erkannt werden. Wichtig ist es, die entstandenen Lücken nach der Unkrautbekämpfung sofort mit Pferdeweide -Koppelnachsaat zu schließen. Brennnesseln und Disteln werden als grüne Pflanzen von Pferden nicht gefressen, als angewelktes Schnittgut aber durchaus aufgenommen. Disteln mäht man am besten erst nach der Blüte ab, da die Pflanze dann Reservestoffe aus der Wurzel ausgelagert hat. Werden Brennnesseln bei Regenwetter abgemäht, dringt Wasser in die Stängel ein und die Pflanzen verfaulen leichter. Ampfer nicht aussamen lassen und möglichst tief mit der Wurzel ausstechen (Ampferstecher).
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